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Vegane Wimpernmarken starten Zertifizierungskampagnen, um Vertrauen aufzubauen
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- 2025-10-22 02:41:47
Vegane Wimpernmarken starten Zertifizierungskampagnen, um Vertrauen aufzubauen
In den letzten Jahren hat die globale Schönheitsindustrie einen erdbebenartigen Wandel hin zu ethischem Konsum erlebt, wobei sich vegane Schönheit als dominierender Trend herauskristallisiert hat. Unter den am schnellsten wachsenden Segmenten erfreuen sich vegane künstliche Wimpern immer größerer Beliebtheit, was darauf zurückzuführen ist, dass Verbraucher immer mehr Wert auf tierversuchsfreie, transparente und nachhaltige Produkte legen. Dieses Wachstum hat jedoch auch eine entscheidende Herausforderung mit sich gebracht: Vertrauen. Mit der zunehmenden Verbreitung von „veganen“ Etiketten werden die Käufer immer misstrauischer gegenüber Greenwashing und unsicher, ob die Produkte wirklich mit ihren ethischen Werten übereinstimmen. Als Reaktion darauf starten führende vegane Wimpernmarken strenge Zertifizierungskampagnen mit dem Ziel, Skepsis in Vertrauen umzuwandeln und Branchenstandards neu zu definieren.

Die Nachfrage nach veganen Wimpern hat ihren Ursprung in einem umfassenderen kulturellen Wandel. Ein Bericht von Grand View Research aus dem Jahr 2023 schätzt, dass der weltweite Markt für vegane Kosmetik bis 2030 ein Volumen von 21,4 Milliarden US-Dollar erreichen wird, wobei künstliche Wimpern einen erheblichen Anteil ausmachen. Die Verbraucher von heute – insbesondere die Generation Z und die Millennials – kaufen nicht nur Produkte; Sie kaufen Geschichten. Sie möchten wissen, was in ihre Wimpern gelangt, wie sie hergestellt werden und wer sie herstellt. Die traditionelle Wimpernproduktion, die in der Vergangenheit auf Materialien tierischen Ursprungs wie Nerzfell oder Klebstoffen auf Bienenwachsbasis beruhte, stieß auf Gegenreaktionen, die Marken dazu drängten, vegane Alternativen einzuführen. Doch da immer mehr Marken „vegan“ auf ihre Verpackungen schreiben, hat sich Unklarheit eingeschlichen. Eine Umfrage der Vegan Society aus dem Jahr 2024 ergab, dass 68 % der Verbraucher an der Echtheit „veganer“ Schönheitsaussagen zweifeln und vage Zutatenlisten oder unbegründete Markenversprechen als Hauptanliegen nennen.
Genau dieses Vertrauensdefizit soll mit Zertifizierungskampagnen überbrückt werden. Führende vegane Wimpernmarken – darunter Namen wie Pacifica Beauty, Velour Lashes und neuere Pioniere wie Vegan Lash Co. – arbeiten jetzt mit externen Zertifizierungsstellen zusammen, um ihre Behauptungen zu validieren. Diese Kampagnen sind nicht nur Marketing-Gimmicks; Dabei handelt es sich um umfassende Systeme zur Überprüfung jedes Glieds in der Produktionskette.
Im Mittelpunkt dieser Zertifizierungen steht die Transparenz der Inhaltsstoffe. Vegane Wimpernmarken unterziehen ihre Produkte strengen Labortests, um sicherzustellen, dass sie keine tierischen Bestandteile enthalten. Dazu gehören nicht nur offensichtliche Materialien wie Nerz- oder Zobelfell, sondern auch versteckte: Bienenwachs in Klebstoffen, Lanolin in Pflegeseren oder Karmin in gefärbten Wimpernfasern. Beispielsweise verlangt die Zertifizierungskampagne 2024 von Vegan Lash Co. die vollständige Offenlegung aller Rohstoffe, von den synthetischen Fasern, die in Wimpernfilamenten verwendet werden, bis hin zu den pflanzlichen Klebstoffen, mit denen sie befestigt werden.

Über die Inhaltsstoffe hinaus geben Zertifizierungen Aufschluss über die Produktionspraktiken. Behauptungen über Tierversuchsfreiheit, seit langem ein Grundbestandteil veganer Schönheit, werden jetzt durch Audits von Produktionsstätten untermauert. Zertifizierungsstellen wie Leaping Bunny und das Programm „Beauty Without Bunnies“ von PETA führen Vor-Ort-Inspektionen durch, um sicherzustellen, dass zu keinem Zeitpunkt Tierversuche durchgeführt werden – von der Rohstoffbeschaffung bis zur Endproduktprüfung. Einige Marken gehen sogar noch weiter und integrieren ethische Arbeitspraktiken in ihre Zertifizierungen, um sicherzustellen, dass Fabrikarbeiter faire Löhne und sichere Bedingungen erhalten.
Die Validierung durch Dritte erweist sich als bahnbrechend. Marken wie Velour Lashes, die kürzlich die Leaping-Bunny-Zertifizierung erhalten haben, berichten laut internen Daten von einem 35-prozentigen Anstieg der Kundenvertrauenswerte nach der Kampagne. „Verbraucher wollen nicht nur hören, dass wir vegan sind – sie wollen es auch sehen“, sagt Maria Lopez, Nachhaltigkeitsdirektorin bei einem führenden veganen Wimpernhersteller. „Zertifizierungen von Drittanbietern fungieren als universelle Vertrauenssprache; sie beseitigen das Rätselraten.“

Für Verbraucher sind diese Kampagnen transformativ. Anstatt kryptische Zutatenlisten zu entschlüsseln oder sich auf Markenrhetorik zu verlassen, können Käufer jetzt nach vertrauenswürdigen Logos – Leaping Bunny, PETA oder markenspezifischen Zertifizierungszeichen – suchen, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Diese Klarheit spart nicht nur Zeit, sondern stärkt auch die Markentreue. Eine Umfrage des Beauty-Analytics-Unternehmens WGSN aus dem Jahr 2024 ergab, dass 72 % der Verbraucher eher dazu neigen, bei Marken mit verifizierter veganer Zertifizierung zurückzukaufen, wobei „Sorgenfreiheit“ als Hauptgrund genannt wird.
Die Auswirkungen reichen über einzelne Marken hinaus und erstrecken sich auf die gesamte Wimpernbranche. Da Zertifizierungskampagnen an Bedeutung gewinnen, setzen sie neue Maßstäbe: „Vegan“ ist nicht mehr nur ein Marketingbegriff, sondern ein überprüfbarer Standard. Kleinere Marken, die einst von größeren Playern überschattet wurden, nutzen Zertifizierungen, um sich von anderen abzuheben, während alteingesessene Marken unter Druck gesetzt werden, ihre Praktiken zu verbessern oder das Risiko einzugehen, Marktanteile zu verlieren. Dieser Wandel drängt auch Zulieferer zu Innovationen – von der Entwicklung von 100 % pflanzlichen Klebstoffen bis hin zur Herstellung synthetischer Wimpernfasern, die die Weichheit von Tierfellen nachahmen, ohne ethische Kompromisse einzugehen.
Mit Blick auf die Zukunft werden Zertifizierungskampagnen eher zur Norm als zur Ausnahme werden. Da die Verbraucher immer anspruchsvoller werden, gibt es Marken, die es versäumen, „vegane“ Behauptungen mit greifbaren Beweisen zu untermauern
