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Der Markt für künstliche Wimpern passt sich der Verbrauchernachfrage nach Transparenz der Inhaltsstoffe an
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- 2025-10-26 02:41:32
Veränderungen auf dem Markt für künstliche Wimpern: Marken setzen auf Transparenz der Inhaltsstoffe, um der sich entwickelnden Verbrauchernachfrage gerecht zu werden
Der globale Markt für künstliche Wimpern erlebt einen bedeutenden Wandel, der durch eine neue Verbraucherpriorität vorangetrieben wird: Transparenz der Inhaltsstoffe. Falsche Wimpern werden seit langem für die Verbesserung der Augenästhetik gefeiert und stehen nun auf dem Prüfstand, da Käufer zunehmend Klarheit darüber verlangen, was in den Produkten enthalten ist, die sie in der Nähe ihrer Augen auftragen. Dieser Wandel verändert Fertigungspraktiken, Lieferketten und Markenkommunikationsstrategien in der gesamten Branche.
In den letzten Jahren erlebte der Markt für falsche Wimpern einen Boom. Grand View Research meldete einen Wert von über 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023, der bis 2030 voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 6,8 % wachsen wird. Dieses Wachstum ging jedoch mit einem steigenden Bewusstsein der Verbraucher einher. Nach der Pandemie haben die Gesundheits- und Sicherheitsbedenken zugenommen, insbesondere im Hinblick auf Produkte, die in direktem Kontakt mit empfindlichen Augenpartien stehen. In der Vergangenheit wurde die Branche wegen undurchsichtiger Inhaltsstofflisten kritisiert, mit Problemen wie nicht offengelegten Formaldehydabspaltern in Klebstoffen, unklaren „synthetischen Fasern“ unbekannter Herkunft und Spurenchemikalien, die zu Reizungen oder allergischen Reaktionen führen.
Die Verbraucher von heute – insbesondere die Generation Z und die Millennials – sind keine passiven Käufer mehr. Ausgestattet mit Informationen von Social-Media-Plattformen wie TikTok und Instagram, auf denen Beauty-Influencer Produktetiketten analysieren, stellen sie schwierige Fragen: Aus welchen Materialien bestehen die Wimpernfasern? Sind die Klebstoffe frei von schädlichen Chemikalien? Woher kommen Rohstoffe? Eine Umfrage von Mintel aus dem Jahr 2024 ergab, dass 73 % der US-amerikanischen Kosmetikkonsumenten beim Kauf von Augenkosmetik eine „klare Kennzeichnung der Inhaltsstoffe“ bevorzugen, gegenüber 58 % im Jahr 2019. Bei dieser Forderung geht es nicht nur um Sicherheit; Es knüpft auch an umfassendere Trends wie saubere Schönheit und ethischen Konsum an, bei denen Transparenz als Zeichen der Markenverantwortung angesehen wird.

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, passen sich Marken und Hersteller schnell an. Zu den wichtigsten Änderungen gehören eine strengere Materialbeschaffung, eine verbesserte Kennzeichnung und die Validierung durch Dritte. Beispielsweise ersetzen führende Hersteller herkömmliche Klebstoffe – oft auf der Basis von Cyanacrylaten mit potenziellen Reizstoffen – durch schonendere Alternativen. Einige verwenden inzwischen pflanzliche Klebstoffe (pflanzliche Klebstoffe) oder medizinische Formeln, die auf geringe Allergenität getestet wurden, und geben auf der Verpackung deutlich Inhaltsstoffe wie „Hydroxyethylmethacrylat“ und „Polyvinylalkohol“ an.
Auch die Beschaffung von Wimpernfasern wird derzeit reformiert. Bisher fehlten bei „Synthetikfasern“ häufig spezifische Angaben, sodass Verbraucher nicht sicher waren, ob sie Mikroplastik oder nicht biologisch abbaubare Materialien enthielten. Heutzutage setzen Marken auf rückverfolgbare Rohstoffe: FSC-zertifizierte Kunstseide, recycelte PET-Fasern oder sogar biologisch abbaubare Optionen wie Filamente auf Maisstärkebasis. Hersteller arbeiten mit Lieferanten zusammen, um Lieferketten abzubilden. Einige nutzen Blockchain-Technologie, um Verbrauchern das Scannen von QR-Codes und die Anzeige von Herkunftsdaten zu ermöglichen – von der Faserproduktion bis zur Wimpernmontage.

Zertifizierungen von Drittanbietern werden zu einem Vertrauenssignal. Zertifizierungen wie dermatologisch getestete, tierversuchsfreie und „Clean Beauty“-Vermerke (z. B. Erfüllung des Clean at Sephora-Standards) sind keine Nische mehr; Sie sind Tischeinsätze. Marken wie Velour Lashes und Kiss haben „Transparent Collection“-Linien auf den Markt gebracht, die auf den Inhaltsstofflisten auf ihren Websites und Verpackungen Wert legen und laut Brancheninsidern einen Umsatzanstieg von 20 bis 30 % für diese Sortimente vermelden.
Bei diesem Wandel geht es nicht nur um Compliance – er treibt Innovationen voran. Labore entwickeln neue Fasermischungen, die Haltbarkeit und Sicherheit in Einklang bringen, während Klebstoffhersteller in Formeln mit niedrigem VOC-Gehalt (flüchtige organische Verbindungen) investieren, die Augenreizungen reduzieren. Sogar Verpackungen entwickeln sich weiter: Minimalistische, recycelbare Designs enthalten mittlerweile oft QR-Codes, die auf detaillierte Inhaltsstoffeaufschlüsselungen verweisen, was Marken dabei hilft, Verbraucher aufzuklären und gleichzeitig Vertrauen aufzubauen.
Mit Blick auf die Zukunft dürfte die Transparenz der Inhaltsstoffe kein zusätzlicher Bonus, sondern ein Industriestandard werden. Während die Generation Z an Kaufkraft gewinnt – diese Bevölkerungsgruppe schätzt Authentizität und Sicherheit ebenso wie Ästhetik – riskieren Marken, die sich nicht anpassen, Marktanteile zu verlieren. Für Hersteller bedeutet dies, jeden Schritt zu überdenken, von der Rohstoffauswahl bis zur Verbraucherkommunikation. Bei der Zukunft des Marktes für künstliche Wimpern geht es nicht nur darum, gut auszusehen; Es geht darum, gut zu sein – ganz offensichtlich.
