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Der Verkauf künstlicher Wimpern wird durch die Inflation in wichtigen Verbrauchermärkten beeinträchtigt
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- 2025-11-22 01:42:27
Der Welleneffekt der Inflation: Wie steigende Kosten den Verkauf künstlicher Wimpern in wichtigen Märkten verändern
Die Inflation hat sich in wichtigen Verbrauchermärkten, von den USA und Westeuropa bis hin zu den schnell wachsenden Zentren in Südostasien, als entscheidender wirtschaftlicher Druck herausgestellt. Da die Preise für lebensnotwendige Güter wie Lebensmittel, Treibstoff und Wohnraum in die Höhe schnellen, geraten die diskretionären Ausgaben – auch für Schönheitsprodukte – zunehmend unter Druck. Für die Branche der künstlichen Wimpern, die für ihre Fähigkeit bekannt ist, das Aussehen zu verändern und das Selbstvertrauen zu stärken, führt dieser makroökonomische Wandel zu erheblichen Veränderungen im Verkaufsverhalten, im Verbraucherverhalten und in den Markenstrategien.

Die Bezeichnung „Unwesentlich“ und wechselnde Prioritäten
Falsche Wimpern sind zwar beliebt, werden in den Haushaltsbudgets jedoch oft als „unwesentlich“ eingestuft, was sie anfällig für inflationsbedingte Kürzungen macht. Marktdaten aus dem Jahr 2023 zeigen einen klaren Trend: In den USA geben 38 % der Schönheitskonsumenten an, ihre Ausgaben für „Spezialkosmetik“ wie falsche Wimpern zu reduzieren, laut einer Umfrage der Beauty-Fachzeitschrift Cosmetics Business. Dabei geht es nicht nur um die Häufigkeit – 45 % der Befragten entscheiden sich inzwischen für „alltägliche“ Wimpernstile gegenüber dramatischen, ereignisspezifischen Designs und legen Wert auf Vielseitigkeit, um jeden Kauf zu rechtfertigen. In Europa, wo die Energie- und Lebenshaltungskosten stark angestiegen sind, ist der Wandel sogar noch ausgeprägter: Luxus-Wimpernmarken mit Preisen über 20 Euro verzeichneten laut Euromonitor International einen Rückgang der Stückzahlen um 17 %, während die Optionen im mittleren Preissegment (8 bis 15 US-Dollar) stabil blieben.

Trading Down: Der Aufstieg budgetfreundlicher Alternativen

Verbraucher tauschen zunehmend Premium-Labels gegen erschwingliche Alternativen. Massenmarkt-Einzelhändler und Fast-Beauty-Plattformen haben davon profitiert: Drogerie-Wimpernsets und E-Commerce-exklusive Marken erobern im Jahr 2023 58 % des US-Marktanteils, gegenüber 49 % im Jahr 2021 (WGSN Beauty Analytics). Diese budgetfreundlichen Optionen – die oft zwischen 3 und 10 US-Dollar kosten – legen Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Funktionen wie wiederverwendbaren Designs (Reduzierung der Wiederbeschaffungskosten) und Multipack-Angeboten (z. B. 5-Paar-Sets für 12 US-Dollar). Auch Eigenmarken-Wimpern, die unter Supermarkt- oder Apothekenmarken verkauft werden, gewinnen an Bedeutung und können dank geringerer Marketingkosten die Markenkonkurrenz um 20–30 % unterbieten.
Antworten von Marken und Herstellern: Kosten und Qualität in Einklang bringen
Für Marken und Hersteller stellt die Inflation eine doppelte Herausforderung dar: steigende Inputkosten (Rohstoffe, Arbeitskräfte, Versand) und der Druck, die Preise niedrig zu halten. Um dies zu bewältigen, überarbeiten viele ihre Produktlinien. Einige haben „leichte“ Wimperndesigns mit dünneren, kostengünstigeren Fasern ohne Einbußen bei der Weichheit eingeführt, während andere „Starter-Kits“ (Wimpern + Kleber + Applikator) zu einem Paketpreis auf den Markt gebracht haben, um den wahrgenommenen Wert zu steigern. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Optimierung der Lieferkette: Beschaffung von Materialien von regionalen Lieferanten zur Senkung der Versandkosten, Investition in automatisierte Produktionslinien zur Senkung der Arbeitskosten und Neuverhandlung von Verträgen mit Logistikpartnern für Mengenrabatte beim Versand.
Die Widerstandsfähigkeit „kleiner Luxusgüter“
Trotz dieser Gegenwinde behält der Markt für falsche Wimpern seine grundsätzliche Stärke. Hier kommt der „Lippenstifteffekt“ zum Tragen, bei dem Verbraucher in wirtschaftlich schwierigen Zeiten an kleinen, erschwinglichen Luxusgütern festhalten. Eine Umfrage von Mintel aus dem Jahr 2023 ergab, dass 63 % der US-Verbraucher falsche Wimpern immer noch als „Stimmungsaufheller“ betrachten, wobei 51 % sagten, sie seien „den Luxus wert“, selbst wenn das Budget knapp ist. Diese Widerstandsfähigkeit treibt Innovationen voran: Marken vermarkten Wimpern jetzt als „langfristige Investitionen“ und betonen die Haltbarkeit (z. B. „bis zu 20 Mal wiederverwendbar“) und die Benutzerfreundlichkeit (z. B. „selbstklebend für schnelle Anwendung“), um kostenbewussten Werten gerecht zu werden.
Blick in die Zukunft: Anpassungsfähigkeit als Schlüssel zur Erholung
Da sich die Inflationsraten allmählich stabilisieren, wird die Erholung der Branche für künstliche Wimpern von der Anpassungsfähigkeit abhängen. Marken, die Wert auf Transparenz (klare Preisgestaltung, Beschaffung von Inhaltsstoffen) und Agilität (schnelle Skalierung des Budgets, Erprobung neuer Formate wie Magnet- oder Halbwimpern) legen, sind am besten positioniert, um Marktanteile zu behalten. Für Hersteller wird es von entscheidender Bedeutung sein, ihr Produktportfolio so zu diversifizieren, dass es sowohl erschwingliche als auch Premium-Optionen umfasst, um unterschiedlichen Verbraucherbudgets gerecht zu werden. Letztendlich ist die Inflation nicht nur eine Herausforderung, sondern ein Katalysator für die Weiterentwicklung der Branche, der dafür sorgt, dass künstliche Wimpern unabhängig von der Wirtschaftslage zugänglich und begehrenswert bleiben.
